Red Bull Racing ist ein Formel-1-Rennstall mit Sitz im englischen Milton Keynes, der sich im Besitz des österreichischen Energy-Drink-Herstellers Red Bull befindet. Eigentümer des Teams ist Firmengründer Dietrich Mateschitz. Red Bull Racing ging Ende 2004 aus dem britischen Team Jaguar Racing hervor, das vom Automobilhersteller Ford bei dessen Rückzug aus der Formel 1 verkauft wurde. 2010, im sechsten Jahr seines Bestehens, erreichte das Team erstmals beide WM-Titel - sowohl die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft als auch die Fahrer-Weltmeisterschaft (durch Sebastian Vettel).

 

Red Bull als Sponsor

Red Bull stieg 1995 als Sponsor, später sogar als Hauptaktionär, beim Sauber-Team in die Formel 1 ein. Das Unternehmen war bis 2001 Hauptsponsor und Mehrheitseigner (offizieller Teamname: Red Bull Sauber Petronas) und im Anschluss bis 2004 Nebensponsor des Schweizer Teams. Im Jahr 2002 verkaufte Red Bull seine Anteile an Credit Suisse, womit das Team wieder nur Sauber Petronas hieß. Das Engagement wurde beendet, als Red Bull ein eigenes Team übernahm. 2001 und 2002 wurde zusätzlich das britische Arrows-Team gesponsert, da es dem von Red Bull geförderten Nachwuchspiloten Enrique Bernoldi ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung stellte. 2004 war man zudem mit der Marke Hangar-7 Sponsor des Jaguar-Teams, welches den Red-Bull-Junior Christian Klien einsetzte.

 


Eigenes Team
Saison 2005


In der Saison 2005 wurde David Coulthard, der bei McLaren-Mercedes entlassen worden war, als erster Fahrer verpflichtet. Das zweite Cockpit sollte abwechselnd von Christian Klien und Vitantonio Liuzzi besetzt werden. Der Motorenlieferant in dieser Saison war Cosworth. Das Team fuhr zunächst noch mit britischer Lizenz. Bereits im ersten Rennen konnte Red Bull Racing durch den vierten Platz von David Coulthard und den siebten Platz von Christian Klien Punkte holen. Auch beim zweiten Rennen fuhren beide Fahrer in die Punkteränge. Ab dem vierten Rennen fuhr Vitantonio Liuzzi an der Seite von David Coulthard.

Anlässlich der Premiere von Star Wars: Episode III fuhren die Boliden beim Rennen in Monte Carlo im Star-Wars-Design und auch die Crew war im Star-Wars-Outfit gekleidet. Im Rennen mussten jedoch, zum ersten Mal in der Saison, beide Fahrer ihre Autos vorzeitig abstellen.

Ab dem Großen Preis von Kanada übernahm Christian Klien für den Rest der Saison das zweite Cockpit. Liuzzi hatte in vier Rennen einen Punkt für das Team einfahren können. Wie alle anderen Michelin-bereiften Teams verzichtete auch Red Bull Racing beim Großen Preis der USA an den Start zu gehen. Es standen zu diesem Zeitpunkt 22 WM-Punkte zu buche. In jedem Rennen außer dem Monaco-GP fuhr man in die Punkte.

In der zweiten Saisonhälfte sammelten Coulthard und Klien weitere 12 Punkte. Die Fahrer blieben jedoch öfter außerhalb der Punkte, als in der ersten Saisonhälfte. Insgesamt neunmal mussten die drei Fahrer vorzeitig ein Rennen beenden.

Coulthard kam am Ende der Saison auf 24 WM-Punkte und belegte den 12. Rang in der Fahrerwertung. Klien erzielte 9 WM-Punkte und wurde 15. Liuzzi belegte den 23. Rang mit einem WM-Punkt. Das Team kam somit auf 34 Punkte und belegte mit vier Punkte Rückstand auf das BAR-Honda Team den siebten Rang der Konstrukteurswertung.

 


Saison 2006

Die Fahrerpaarung für die Saison 2006 blieb gegenüber 2005 unverändert. Allerdings wurde Christian Klien Stammfahrer und musste das Cockpit nicht mehr mit einem dritten Fahrer teilen. Von nun an fuhr das Team unter österreichischer und nicht mehr unter britischer Lizenz. Außerdem wurden die Motoren nicht mehr von Cosworth, sondern von Ferrari geliefert.

Größter Erfolg der Saison war der dritte Platz von David Coulthard beim Großen Preis von Monaco. Anlässlich der Premiere des Films Superman Returns fuhr das Team mit speziell lackierten Fahrzeugen und die Teammitglieder waren in entsprechendem Outfit gekleidet. Bei der Siegerehrung trug Coulthard ein rotes Superman-Cape.

Am 11. September 2006 entließ RBR Christian Klien, weil er das Angebot ablehnte, in die amerikanische Champ-Car-Serie zu wechseln. Testpilot Robert Doornbos übernahm für die letzten drei Rennen Kliens Cockpit.

Insgesamt mussten die Fahrer 12 Rennen vorzeitig beenden. David Coulthard sammelte 14 WM-Punkte und wurde 13. in der Fahrermeisterschaft. Klien konnte in 15 Rennen 2 WM-Punkte erzielen und wurde 18. in der Fahrerwertung. Doornbos konnte keine weiteren Punkte für Red Bull einfahren, sah jedoch bei allen drei Rennen die Zielflagge. Das Team erzielte somit 16 Punkte und wurde erneut Siebter in der Konstrukteurswertung.


Saison 2007

Das zweite Cockpit des Teams wurde für die Saison 2007 an Mark Webber vergeben, dessen Vertrag bei Williams ausgelaufen war. Das Team wechselte erneut den Motorenlieferanten. In diesem Jahr wurden die Motoren von Renault geliefert. Der geschätzte Jahresetat belief sich auf 140 Mio. US-Dollar.

Mit den Renault-Motoren und einem von Adrian Newey konstruierten Chassis startete das Team in die Saison 2007. Die ersten Punkte für das Team holte David Coulthard beim Spanien-GP, wo er Fünfter wurde. Das Team fand sich nun auf dem siebten Platz der Konstrukteursmeisterschaft wieder; mit einem Punkt Rückstand auf Toyota und Williams.

Nach weiteren zwei Rennen konnte auch Webber durch den siebten Platz beim USA-GP seine ersten Punkte für Red Bull sammeln. Die am Anfang noch erfolglose Saison fand ihren Wendepunkt bei Europa-GP. Beim Regenrennen auf dem Nürburgring belegte Mark Webber den dritten Platz und konnte somit den zweiten Podiumsplatz für das Red Bull Team erzielen. David Coulthard fuhr vom 20. Startplatz auf Platz fünf. Die zehn erzielten WM-Punkte waren das bis dahin beste Resultat für das Team.

In den letzten sieben Rennen der Saison konnten weitere 8 Punkte eingefahren werden. Trotzdem mussten Coulthard und Webber ihre Autos fünfmal vorzeitig abstellen.

Schmerzlich für das Team war vor allem der Ausfall von Webber beim Großen Preis von Japan. Durch ein Missverständnis mit Lewis Hamilton während der zweiten Safety Car-Phase bremste Webber hart ab, um den langsam fahrenden Hamilton nicht zu überholen. Dieses Manöver wurde jedoch von Sebastian Vettel übersehen, der in das Heck des Red Bulls fuhr. Beide Fahrer mussten aufgeben. Webber lag zu diesem Zeitpunkt an zweiter Position und hatte gute Chancen aufs Podium zu fahren, genauso wie Vettel, der an dritter Position lag.

Beim China-GP erzielte Coulthard mit einem achten Platz den letzten Punkt in dieser Saison. Probleme bereitete vor allem das neue Schnellschaltgetriebe, das oft seinen Dienst versagte. Somit wurden in der Saison 2007 24 Punkte erzielt und das Team kletterte - begünstigt auch durch die Disqualifikation des McLaren-Teams - auf den fünften Rang der Konstrukteurswertung.

 

Saison 2008

In der Saison 2008 traten erneut David Coulthard und Mark Webber für das Team an, deren Verträge bereits im Sommer der Vorsaison verlängert worden waren. Ihre Fahrzeuge wurden auch weiterhin von Renault-Motoren angetrieben. Das neue Auto mit der Bezeichnung RB4 wurde am 16. Januar 2008 bei Testfahrten in Jerez, Spanien, vorgestellt. Für Aufsehen sorgte eine auffällige Flügelkonstruktion auf der Motorabdeckung, die an eine Haifischflosse erinnerte. Diese neuartige Konstruktion wurde später von mehreren anderen Teams übernommen.

Nach sieben Rennen hatte das Team 21 WM-Punkte eingefahren. David Coulthard konnte beim Kanada-GP mit Rang 3 einen Podestplatz für Red Bull erzielen, nachdem er in den ersten Rennen nicht in die Punkte gefahren war. Teamkollege Webber hatte nach fünf Platzierungen in den Punkten in Folge bereits mehr Punkte erzielt, als in der gesamten vergangenen Saison und hatte gleichzeitig seinen besten Saisonstart seit 2005 mit Williams-BMW. Das Team stand nun auf dem vierten Platz der Konstrukteurswertung, was auch auf die bis dahin gute Zuverlässigkeit des RB4 zurückzuführen war. Nach dem sechsten Platz von Mark Webber beim Frankreich-GP folgten vier Rennen ohne Punkterfolg, ehe Mark Webber, begünstigt durch die Bestrafung eines Konkurrenten, einen Punkt beim Großen Preis von Belgien holte. Da David Coulthard jedoch seit seiner Podiumsplatzierung in Kanada keine weiteren Punkte erzielen konnte und auch Webber erfolglos blieb, fiel das Team bis auf den sechsten Rang der Konstrukteure zurück. Beim Großen Preis von Italien holte Webber einen weiteren Punkt, nachdem er von Position drei gestartet war. Dem folgten mit einem siebten Platz durch Coulthard und einem achten Platz durch Webber die letzten Zielankünfte in den Punkterängen. Das Team stand damit in der Endabrechnung hinter dem Schwesterteam Toro Rosso auf dem siebten Platz der Konstrukteurs-WM.


Saison 2009

Für die Saison 2009 wurde neben Mark Webber anstelle von David Coulthard, der im Vorjahr seinen Rücktritt ankündigt hatte, der deutsche Sebastian Vettel verpflichtet, der die vorherige Saison im Schwesterteam Toro Rosso bestritten hatte. Zum Großen Preis von China fuhr Vettel die erste Pole-Position in der Geschichte des Rennstalls heraus und holte beim Rennen den ersten Sieg für Red Bull Racing, der durch Mark Webbers zweiten Platz ein Doppelsieg wurde. Der Veranstalter leistete sich bei der Siegerehrung einen Fauxpas, in dem die britische Hymne anstatt der österreichischen für das siegreiche Team gespielt wurde, obwohl RBR seit 2006 mit österreichischer Lizenz antritt. Beim Großen Preis von Spanien löste der Neuseeländer Brendon Hartley nach dem Erhalt seiner Superlizenz Coulthard als offiziellen Ersatzfahrer ab. Zum Großen Preis der Türkei erreichte Vettel die zweite Pole-Position des Teams. Auch beim Großen Preis von Großbritannien erreichte Vettel die Pole-Position, einen Tag später gewann der Deutsche das Rennen und Webber sicherte mit Platz zwei erneut einen Doppelsieg für Red Bull. Beim Großen Preis von Deutschland, bei dem Webber die erste Pole-Position und den ersten Sieg seiner Karriere herausfuhr, war Jaime Alguersuari als Ersatzfahrer für das Team tätig.


Saison 2010

In der Saison 2010 hielt Red Bull Racing an seinem bestehenden Fahrerduo Vettel und Webber fest. Im Januar benannte das Team zudem die Ersatz- und Testpiloten für die neue Saison. Brendon Hartley, der diese Aufgabe zum Teil bereits im Vorjahr ausgeübt hatte, und Daniel Ricciardo, amtierender Meister der britischen Formel-3-Meisterschaft, wechselten sich von Rennen zu Rennen als Ersatzfahrer ab. Zusätzlich nahmen beide diese Position auch beim Schwesterteam Toro Rosso ein.

In den ersten sieben Qualifikationen der Saison erreichte Red Bull jeweils die Pole-Position, dabei wurde drei mal auch der zweite Startplatz erreicht. Auch in den Rennen zeigte sich, dass Red Bull konkurrenzfähig war. In Bahrain führte Vettel zunächst, jedoch nahm ihm eine defekte Zündkerze die Chancen auf einen Sieg. In Australien, wieder in Führung liegend, rutschte er aufgrund eines Problems mit der Radmutter am vorderen linken Rad ins Kiesbett und musste das Rennen aufgeben. In Malaysia konnte Red Bull einen Doppelsieg mit Vettel vor Webber feiern. In China gab es in der Qualifikation wieder eine Doppelführung, im Rennen führte eine ungünstige Strategie beim mehrmaligen Hin- und Herwechseln zwischen Slicks und Intermediates nur zu Platz sechs bei Vettel und Platz acht bei Webber. In Spanien dominierte Red Bull das Qualifying. Webber auf Platz eins und Vettel auf der zweiten Position waren 0,8 beziehungsweise 0,7 Sekunden vor dem drittplatzierten Lewis Hamilton. Webber gewann das Rennen, während Vettel trotz Bremsproblemen Platz drei erreichte. In Monaco feierte Red Bull erneut einen Doppelsieg. Diesmal gewann Webber vor Vettel, und erstmals in der Geschichte des Teams übernahm mit Webber ein Red Bull Pilot die Führung in der Fahrerweltmeisterschaft. In der Türkei schied Vettel nach einer Kollision mit seinem Teamkollegen aus, Webber fiel im Rennen vom ersten Platz auf den dritten Platz zurück, behielt aber die Führung in der Weltmeisterschaft.

Das Rennen in Kanada verlief chaotisch, und zum ersten Mal in der Saison 2010 stand kein Red Bull auf der Pole-Position, sondern der McLaren von Hamilton, der die langen Geraden zu seinem Vorteil nutzen konnte. Vettel und Webber belegten nach einem chaotischem Rennen die Plätze vier beziehungsweise fünf, Webber musste die Weltmeisterschaftsführung an Hamilton abgeben.

Beim Großen Preis von Europa in Valencia stand Vettel auf der Pole-Position vor Webber. Der Australier hatte jedoch einen schlechten Start und fiel nach einem schlechten Boxenstopp von Position zwei auf Position zwanzig zurück. Als er den Lotus von Heikki Kovalainen überholen wollte, überschätze er den Bremspunkt des anderen, fuhr auf und hob in die Luft ab. Er wurde jedoch nicht verletzt und stieg aus eigener Kraft aus dem Rest seines Boliden. Sein Teamkollege Vettel konnte einen sicheren Sieg feiern.

In Silverstone gab es eine teaminterne Streitigkeit, da Vettel den letzten verbliebenen Frontflügel bekam und Webber dies nicht akzeptieren wollte und sich ungerecht behandelt fühlte. Beim Start zum Großen Preis von Großbritannien zog Webber an Vettel vorbei und ließ diesem keinen Platz, um sich gegen Hamilton zu wehren. Dieser berührte ihn mit dem Frontflügel, der den Hinterreifen aufschlitzte. Vettel fiel dadurch auf den letzten Rang zurück. Webber konnte einen Sieg für Red Bull einfahren und Vettel wurde nach einer Aufholjagd noch Siebter.

Beim Qualifying für den Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring konnte sich Vettel mit zwei Tausendstel Sekunden Vorsprung vor Alonso die Pole-Position sichern. Das Rennen verlor er jedoch bereits am Start, da er ein Problem mit dem Getriebe hatte. Er wurde Dritter, während Webber ein unspektakuläres Rennen fuhr und Sechster wurde. Das Rennen wurde durch eine offensichtlich ausgeführte Stallorder von Ferrari überschattet. Die FIA sprach eine Geldstrafe für das Team in Höhe von hunderttausend US-Dollar aus.

In Ungarn dominierte Vettel zunächst das Rennen, bis das Safety Car auf die Strecke fuhr und Vettel nach seinem Boxenstopp zu viel Abstand zu seinem Vordermann Webber ließ. Vettel bekam infolgedessen eine Durchfahrtsstrafe, derentwegen er auf den dritten Rang hinter Alonso und Webber zurückfiel. Webber gewann das Rennen vor Alonso und Vettel, der die schnellste Rennrunde fuhr, und überholte Hamilton in der Fahrerweltmeisterschaft.

Es folgten die Großen Preise von Belgien mit Platz zwei für Webber und Platz 15 für Vettel sowie von Italien mit Platz vier für Vettel und Platz sechs für Webber, der für ein Rennen die Führung an Hamilton verloren hatte. Beim Großen Preis von Singapur fuhren wieder beide Fahrer auf Podestplätze. Vettel wurde Zweiter, Webber Dritter. In Japan erzielte Red Bull mit Vettel vor Webber den dritten Doppelsieg der Saison.

Nach einem Doppelausfall beim Großen Preis von Korea, den Alonso gewann und damit Webber als Führenden der Weltmeisterschaftswertung ablöste, begannen Diskussionen, ob für die letzten beiden Rennen nicht eine Stallorder zielführend wäre, um den besser platzierten Webber wieder an Alonso vorbeizuführen, was aber von Red Bull stets strikt abgelehnt wurde, zumal auch Vettel noch rechnerisch eine Chance hatte.

Bereits ein Rennen vor Saisonende, beim Großen Preis von Brasilien, sicherte sich Red Bull-Renault mit dem vierten Doppelsieg der Saison, bei dem Vettel zum dritten Mal vor Webber ins Ziel kam, vorzeitig den Konstrukteursweltmeistertitel. Es war der erste Titelgewinn in der Geschichte des Teams. Mit einem Sieg im abschließenden Rennen in Abu Dhabi konnte sich Vettel den Sieg in der Fahrerweltmeisterschaft 2010 sichern, da der zuvor in der Fahrerwertung führende Alonso wegen einer schlechten Boxenstopp-Strategie von Ferrari nur auf Platz sieben ins Ziel kam. Teamkollege Webber beendete das Rennen auf Platz acht und die Fahrerwertung auf dem dritten Platz hinter Alonso.

 

Saison 2011

Vettel zeigte in der Saison 2011 im Red Bull RB7 dominante Leistungen. Nach dem 17. Rennen stand er 16 mal auf dem Podium, gewann dabei 11 Rennen und startete 13 mal von der Pole-Position. Er führte die Weltmeisterschaft nach jedem Rennen an.

Nach zwei Siegen am Saisonbeginn in Australien und Malaysia hatte Vettel beim dritten Rennen, dem Großen Preis von China, erneut Siegchancen. Er setzte allerdings auf eine Zwei-Stopp-Strategie, wodurch er am Ende des Rennens nicht mehr über so gute Reifen wie seine Gegner, die einen weiteren Stopp absolviert hatten, verfügte. Wenige Runden vor dem Ende des Rennens überholte ihn schließlich Hamilton und Vettel kam auf dem zweiten Platz ins Ziel. Bei den nächsten drei Grand Prix in der Türkei, Spanien und Monaco erzielte Vettel weitere Siege, mit zum Teil knappem Vorsprung. In Kanada führte Vettel das Rennen von der Pole-Position startend 68 von 70 Runden an. In der letzten Runde machte er, nachdem er von Button unter Druck gesetzt worden war, einen Fahrfehler, der Button ein Überholmanöver ermöglichte. Nachdem er beim Großen Preis von Europa von der Pole-Position startend den Sieg und die schnellste Rennrunde erzielt hatte, folgte in Großbritannien ein weiterer zweiter Platz. Durch einen fehlerhaften Boxenstopp verlor Vettel die Führung an Alonso und es gelang ihm im weiteren Verlauf des Rennens nicht, in Schlagdistanz zum späteren Sieger zu kommen.

Bei seinem Heimrennen, dem Großen Preis von Deutschland, startete Vettel zum ersten Mal in der Saison nicht aus der ersten Startreihe und stand mit einem vierten Platz ebenfalls zum ersten Mal in der Saison nicht auf dem Podium. Nach einem weiteren zweiten Platz in Ungarn gewann Vettel die Großen Preise von Belgien, Italien und Singapur. In Japan reichte dann vier Rennen vor Saisonende der dritte Platz zur vorzeitigen Titelverteidigung. Vettel übernahm damit im Alter von 24 Jahren und 98 Tagen von Alonso den Rekord des jüngsten Fahrers, der diesen Titel zum zweiten Mal gewann. Bei den darauffolgenden Rennen in Korea und Indien erzielte Vettel weitere Siege. In Indien gelang Vettel zudem ein Grand Slam, in dem er von der Pole-Position startend das Rennen durchgängig anführte und die schnellste Runde fuhr.

Mitte März 2011 wurde bekannt, dass Vettel seinen Vertrag mit Red Bull Racing vorzeitig bis zum Ende der Saison 2014 verlängert hat.

 


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